Line Up

FR 03

 

SA 04

 

Drones Against Frontex

FR & SA - Weisser Saal Eine raumgreifende Video-Sound-Installation, die auf dem Endzeit ihren Anfang nimmt. 20 Künstlerinnen und Künstler haben sich zusammengefunden, um eine ästhetische Form der Auseinandersetzung mit Frontex zu suchen.

dronesagainstfrontex.wordpress.com

Freitag

A Winter’s HeirTOP

FR 20:20 - 21:00 Zentralcafe Der Sound, wie ein weicher Teppich, über den man glaubt schweben zu können, in den man versinken kann. Und wenn du nicht aufpasst wickelt er dich ein, aber nicht bedrohlich, er legt seinen zarten Arm um dich und beschützt entweder vor sehnsüchtigen Wärme oder der nahenden Kälte. Wir rollen im Zentralcafé den Teppich aus für: A Winter’s Heir.

soundcloud.com/a-winters-heir

 

Irvina Gasstop

FR 21:00 - 21:40 Festsaal Eine schwierige Balance zwischen poppiger Leichtigkeit und progressiver Verkopftheit – der schmale Grad ist die Herausforderung für die vier Nürnberger Jungs von Irvina Gass: mit Gitarre, Bass, Schlagzeug, Gesang und Synths/Piano gefühlvolle und direkte Songs mit anspruchsvollen Texten zu schreiben. Die ersten Demos Ende 2013 aus dem heimischen Proberaum geben einen kleinen Einblick in die Klangwelten von Irvina Gass. Vier unterschiedliche Charaktere gehen Song für Song auf die Suche nach spannenden und authentischen Melodien und Sounds. Für Ende 2014 ist die erste EP der Formation geplant.

www.irvina-gass.com

 

Spatz mit Knarretop

FR 21:30 - 22:10 Zentralcafe Drei Typen und eine junge Frau aus Ansbach machen Krach. Schnell, laut und wütend. Darf man Punk sagen? Sie nennen sich Luci, Flenders, Petkar der schreckliche und Stiefel. Die Haare von blond bis hellgrün findet man sie auf ihrer Homepage auf dem Ostermarsch spielend und herrlich fehl am Platz wirkend ihre Wut artikulieren. Vielleicht nicht direkt Punk sondern besser schlecht sitzende Perücke auf dem Kopf eines Werksarbeiters der seiner Verantwortung einfach nicht gerecht werden will und kann.

www.spatzmitknarre.blogsport.de

 

One Ironauttop

FR 22:10 - 22:50 Festsaal Würde man eine Band mit einem Zug vergleichen, dann steuern diese Herren aus Nürnberg eine laute, wild gewordene Post-Rock Diesellok. Jedes Lied offenbart sich als mehrstöckiger Bahnhof mit all seinen Oberund Unterwelten. Ein Thema folgt dem nächsten. Mal Honig, mal Säure. Mal springt alles aus den Schienen. Da wo es an der Oberfläche leicht, melodisch und genehm zugeht, entlädt sich in den Unterebenen die dunkle und rohe Seite des Mikrokosmos Bahnhof. Und es wird mitgenommen, was mitgenommen werden kann. Jeder ist Reisender. Und jedes Lied erzählt von einem anderen Schwarzfahrer. Wir geben grünes Licht für: One Ironaut.

 

Opilionestop

FR 22:40 - 23:20 Zentralcafe Die Opiliones bestehen zur Hälfte aus Mitgliedern von Kenzari‘s Middle Kata, haben aber bis auf den Gesang wenig mit deren komplexen Hardcore- Strukturen zu tun. Ihr Sound ist tief in den 90ern verwurzelt, eine treibende und rockige Melange, die aber keineswegs platt oder stumpf daherkommt. Auch ihre Herkunft aus der oberbayerischen Provinz ist der Band nicht anzuhören, vielmehr ist eine angenehme Nähe zu Granden aus Übersee wie den Hot Snakes oder Rocket from the Crypt zu spüren. Gelegentlich, wenn sie das Tempo drosseln und der Gesang ruhiger wird, tendieren sie zu melodisch-eingängigem Indie-Rock. Nachzuhören auf dem kürzlich erschienenen Debut-Album „The heart of a harvest man“.

soundcloud.com/opiliones

 

Containerheadtop

FR 23:20 - 00:00 Festsaal Irgendwo zwischen Mogwai und Tortoise pendeln die Songs von Containerhead, sind dabei aber immer einen Tick treibender und fokussierter. Abwechselnd nehmen sich die einzelnen Instrumente (2 Bässe, ungefähr 3-4 Gitarren, Schlagzeug, Vibraphon Trompete, ...) die Melodie und Spannungsbögen ab, dass es eine wahre Freude ist und man gar nicht weiß wo man als nächstes hin hören soll. Und dennoch wirkt alles sehr klar und scheint einem gemeinsamen Ziel zu folgen. Da wundert es dann auch nicht mehr, dass man aus München hört, Containerhead hätten bei ihrer dortigen Supportshow für Tortoise diese einfach mal an die Wand gespielt.

containerhead.bandcamp.com

 

Beissponytop

FR 23:50 - 0:30 Zentralcafe Beisspony – es ist pink auf einer Seite und blau auf der anderen. Ein Horn, eine schwarze Mähne und ein Bauch voller zerquetschten Spielzeugautos. Das wichtigste jedoch – die Zähne. Rasierklingenscharf und ungesund gelb verdient das Beisspony diesen seinen Namen. Auf die Welt kam Beisspony, als eine Songwriterin namens Laura und eine Textilkünstlerin namens Steffi sich trafen und zusammen ein Musikprojekt starteten. Steffi nähte eine Giraffe auf Lauras Mantel, Laura erwiderte dankbar mit einer Demo CD und es ward das Projekt Beisspony geboren: Teils Band und teils Performance Kunst – ein Art Duo. Teils Geschichten, gepaart mit Sound. Teils Songwriting, teils Improvisationen. Teils mit Klavier, teils Drums and teils singende Säge, sprechende Röcke, ratternde Regenschirme und Spielzeugpistolen. Nicht zu vergessen – teils Spielzeug Sound Orchester.

www.beisspony.com

 

Hildegard von Bingedrinkingtop

SA 00:45 - 01:20 Zentralcafe Ist das jetzt Proto-Krautrock à la Neu! oder doch Power-Rap à la LL Cool J – oder vielleicht ganz was anderes? Wer hat sich denn bitte den Namen einfallen lassen? Und wer hat die spitzenmäßigen Kostüme genäht? Letzteres ist klar: Die sind von Stephanie Rag*Treasure Müller von Beißpony. Ebenfalls klar ist: Hildegard von Bingedrinking, das sind zwei Leute von Shokei, was ein ganz guter Anhaltspunkt ist, sowie die Backing-Band von Karo was wohl eher weniger als Anhaltspunkt taugt. Hildegard von Bingedrinking, das ist die wohl beste Band, die die Wohnsilo-Wüste der hinteren Sanderau jemals ausgespuckt hat – und wohl die einzige.

 

Magic Merutop

SA 01:30 - ... Zentralcafe Der Begriff Witch-House bezeichnet sehr treffend, den Sound, den Elekronik Labels wie Triangle in den letzten Jahren geprägt haben. Eine neue Elektronische Musik aus viel zu langsamen, deepen Beats, Plätschern, Zwitschern und tiefer gepitchten Vocals. Magic Meru bedient sich auf seine unaufgeregte Art, dieser Stilmittel, zelebriert den Lärm, dreht an Hardware und streut immer noch eine kitschige Synth-Line ein. Dabei entsteht ein düster pumpendes Live-Set, das im Club gleichermaßen funktioniert, wie im bestuhlten Konzertsaal, nur laut muss es sein, und deep.

soundcloud.com/magic-meru

 

Samstag

Mark Timminstop

SA 20:20 - 21:00 Zentralcafe Mark Timmins braucht nicht viel mehr als seine Gitarre und seine Stimme um in den Bann zu ziehen. Rudimentär sind seine Songs aufgenommen und auf das wesentliche reduziert. So hat die Gitarre genügend Platz zu atmen und die Stimme nuschelt düster ihre Texte. Roh und ungeschliffen klingen die Songs der ersten EP des Australiers, aber bekommen gerade dadurch eine berührende Direktheit und darum geht es ja schließlich bei Folk.

soundcloud.com/marktimmins

 

A Blurred Viewtop

SA 21:00 - 21:40 Festsaal Ein Ausbruch in die chaotische Harmonie. Ein Klingen in sich selbst um des Klingens Willen. Alles eine Situation. Alles ein Loslassen. Ein Aufbruch. Ein magnetisches Abstoßen von der gewohnten Illusion. Das Alte war nicht negativ und das neue wird nicht positiver sein. Ein Aufbrechen ohne klare Definition wohin. Kein Ziel. Aber nicht planlos. Es gibt kein hin zu Irgendwas. Es gibt nur ein weg von Allem. In jeder Pore glimmt die Spannung und die ungerichtete Fokusiertheit von A Blurred View. Laute E-Gitarre und Schlagzeug. Alles lodert. Nichts glimmt. Die zwei Nürnberger verdichten poetisch Kleinstes mit Größtem. Grunge und Post-Rock dienen dem Entkommen und dem Eintauchen gleichzeitig.

www.ablurredview.de

 

H.K.Z.top

SA 21:30 - 22:10 Zentralcafe H.ateK.ill Z.erstreu. Stechuhrenpunk from the crypt zu zweit, live mit Bass und Gesang, mit den Gitarren und dem Schlagzeug aus dem gelben Zauberkoffer, Betrachtungen und Geschichten zu mal eingängigen, mal sperrigeren Stücken vertont. Und wir leugnen auch nicht, die ein oder andere EA80 oder Rachut-Platte gehört zu haben. No racist, fascist, homophobic or religious bullcrap. White Russian statt White Power!

www.aggressive-medien.de

 

Elephant Hawk Mothtop

SA 22:10 - 22:50 Festsaal Elephant Hawk Moth klingen im ersten Moment vielleicht ein bisschen wie ein Liveauftritt von Tool wenn sie ihre Lautsprecherwände mal nicht ganz so hoch ziehen würden. Schneidende Riffs versinken eingebettet von einem, sich um sich selbst drehenden, Bass und einer unschuldigen Gesangsstimme im musikalischen Urschlamm. Ganz im Gegenteil zum Namensgebenden Schmetterling ziehen die vier Würzburger ihren Kopf aber nicht zwischen die Rippen wenn Gefahr droht sondern stellen sich ihr und versuchen sie schön verpackt und trotzdem bedrohlich zurückzuwerfen.

www.elephanthawkmoth.de

 

LBKKtop

SA 22:40 - 23:20 Zentralcafe Zwei Leute, der eine am Bass der andere am Schlagzeug, machen Post- Rock. Nicht möglich? Post-Rock ohne Flächen? LBKK überzeugen vom Gegenteil. Es wird geweint, zerstört, gekämpft, verzweifelt und in den schönsten Farben vergeben. Wie sich das im Post-Rock eben so gehört und doch irgendwie ganz anders. So eben, dass Klangbeispiele der Band anhören keinen Sinn ergibt, genauso wenig wie darüber zu schreiben. Es wurde einst von einer Melange aus Fugazi-mäßigem Post-Punk, ganz groß geschriebenem ROCK und intelligenten Post-Rock á la Tortoise geschrieben. Ob das stimmt?

soundcloud.com/lbkk

 

Dresstop

SA 23:20 - 00:00 Festsaal Dress kommen aus Regensburg, das man getrost als bayerische Shoegaze Hochburg bezeichnen darf. Und das hört man auch bei Dress. Verträumt dängelnde Beach Boys Gitarren schlängeln sich elegant und sehnsüchtig, durch fluffige Indiepop Songs. Dass Teile der Band dabei auch schon bei den Poppunkern von Nice Guy Eddy gespielt haben, ist kaum noch zu hören. Stattdessen träumt man von vergangenen Sandstränden in verschwommener Super8 Ästhetik. Es ist diese verträumte, leicht verwaschene Erinnerung an entspanntere Tage, die den Sound von Dress prägt und das Kopfkino anwirft.

www.dresstheband.com

 

Floidtop

SA 23:50 - 00:30 Zentralcafe Ein alter Ort. Vielleicht eine verlassene Halle oder eine leere Fabrik. Eine Person, es könnten auch zwei sein. Viele Räume die zu einem werden. Erinnerungen dringen durch den Boden, metallernd blubbert die Gegenwart, wabert zu einem rohen Stoff zugleich. In dunklen Fluren blüht der Hall, an kahlen Wänden gedeiht ein Warnsignal und die hohen Decken sind abgehangen. Minimales Treiben, eine Fahrstuhltür springt auf, Tanzschritte schleichen durch das House. Der Klang der Stockwerke wächst zu einem neuen Ort zusammen.

soundcloud.com/floidmusic

 

Godzilla Was A Friend Of Minetop

SO 00:30 - 01:10 Festsaal Godzilla Was A Friend Of Mine, dem Quintett aus Würzburg kann man im Hinblick auf ihre Songstrukturen eine gewisse Hommage an die bekannten Filme nicht absprechen. Man steigt gemach in sphärische Bereiche auf und reißt diese in der nächsten Sequenz durch noisige Gitarren und teilweise apathischen Gesang wieder ein. Bahnt sich so, mit Hilfe von treibenden Rhythmen Stück für Stück den Weg, um am Ende all das was zuvor noch Bestand hatte, durch ein grelles Feuerwerk aus Postrock und Postpunk eingerissen zu haben. Thees Uhlmann bezeichnet es als „die perfekte Mischung aus ABBA und The Mars Volta“. Na ja, die schlechtesten Referenzen scheinen dies ja nun nicht zu sein. Im Gepäck haben sie bereits jetzt schon Songs, ihres im Herbst/Winter erscheinenden zweiten Albums.

www.gwafom.com

 

Talk Shoptop

SO 01:30 - ... Zentralcafe Ein kleiner Hype kursierte Anfang des Jahres durch den Nürnberger Techno-Untergrund (den es doch zu geben scheint) als es das erste Mal der eher 4/4-orientierten Output von Florian von Ameln und Faro Stöter in Form von Demos im Netz auftauchte, war Florian bisher doch eher für Ambientmusik und experimentelle Drones bekannt. Talk Shop nennt sich das neue, eindeutig cluborientierte Projekt der beiden Nürnberger Produzentenkumpels. Geprägt von der analogen Herangehensweise, einem weitgefächerten Soundkosmus – der sich auch gerne mal aus Field Recordings bedient – und dem Charme des Roland TB 303- Synthesizers entsteht herrlich oldschooliger Acid und Techno, den einige schon ein allererstes Mal im Rahmen des „It Isn’t Happening“-Festivals von We Are 138 und Not Not House erleben durften.

soundcloud.com/talkshop